Monday, January 5, 2015

DIY: Let it snow....Winterschild

Neues Jahr, neues Glück?

schön, dass Ihr alle noch da seid und geduldig auf meinen nächsten Post gewartet habt!

Hier isser:
 immer wieder habe ich jetzt bei so vielen von Euch wunderschöne Winter-Fotos bewundert und bin ganz neidisch auf den Schnee....hier kam er nur einmal über Nacht und morgens hat´s dann gleich drauf geregnet und verschwunden war das bisschen weiss wieder.

Also habe ich mir gedacht, ich helfe dem Wetter mit einem 
Winter-Wunsch-Schild

etwas auf die Sprünge, vielleicht hilft´s ja?





Ihr braucht:
-> zwei alte Holzbretter (meine stammen von einer Palette)
-> zwei kleinere Holzstücke als "Querleisten"
->  Nägel oder Schrauben
-> zwei Farben Eurer Wahl, bei mir ist es grau und weiss (welch Wunder!)
-> Schablonen für Buchstaben und Schneeflocken
-> Pinsel und Schwamm



Die beiden Bretter mithilfe der Querleisten stabilisieren und zusammen nageln oder schrauben.
Alles grob schleifen, ich wollte es nicht glatt wie ein Babypopo haben, sondern eher derb.

Dann habe ich das Ganze mit weisser Acrylfarbe gestrichen, auch das muss nicht perfekt sein.



Nun die Wunschbuchstabenschablonen (was ein Wort) auflegen und mit Klebeband fixieren.
Vorsichtig die Farbe aufbringen, ich nutze dafür immer ein Stück eines Haushaltsschwammes, den ich erst in die Farbe tauche, dann die Farbe auf Zeitungspapier ein wenig ausstreiche, bevor ich über die Schablonen tupfe.
Die Schablonen vorsichtig abziehen und gut reinigen.
Ebenso verfahrt Ihr mit den Schneekristallen/Schneeflocken.



Nun nur noch trocknen lassen und fertig ist das Winter-Feeling!



um den Winter-Effekt noch etwas zu verstärken, habe ich "Eis" mit verdekoriert....und man glaubt es kaum: es ist doch tatsächlich gleich ein paar Grad kälter geworden ;-)



Da dies mein erster Post in diesem Jahr ist, darf ich Euch auch noch einen guten Start ins 2015 wünschen!



...jetzt fehlt nur noch der Schnee!!


Ab jetzt hab ich hoffentlich auch wieder etwas mehr Zeit, auf Euren Blogs zu lesen, was ich so alles verpasst habe....


die nächsten Projekte stehen hier auch schon in den Startlöchern....also seid gespannt!




Ich wünsch Euch einen schönen (Winter)Tag!
Eure

Sunday, December 21, 2014

X-mas in a box

Jaaaa....es gibt mich noch!
Danke an all die Mailschreiber und Weihnachtskartenversender unter Euch!
Im Moment komme ich leider nicht zum Antworten, aber ich freu mich riesig!



Da bei uns in der Buchhandlung zur Zeit Hauptsaison herrscht, komme ich quasi nur zum Schlafen nach Hause....aus diesem Grund gab es hier im Dezember auch nicht viele Posts....gelesen habe ich bei Euch leider auch nur wenig....und meine Mails und Post beantworte ich vermutlich erst im nächsten Jahr....ich hoffe, Ihr seht es mir nach ;-)

eine Kleinigkeit kann ich Euch heute aber dennoch zeigen:
X-mas in a box




Dazu braucht Ihr nur eine kleine Obststiege, ich habe eine Clementinen-Kiste genommen, ein wenig Farbe und ein paar nette weihnachtliche Dinge zum hineinlegen.

Das Kistchen habe ich weiss gepinselt und mittels einer Schablone mit einigen kleinen grauen Sternen verschönert.



Dann das Ganze mit ein wenig Zeitungspapier ausgestopft, ein Töpfchen mit einer Konifere und ein altes Likörglas hineingestellt und die Zwischenräume mit Moos aufgefüllt.



Dann habe ich Dank meiner Freundin Claudia endlich gelernt, wie man Fröbelsterne faltet (Danke Dir für Deine Geduld mit mir, ich weiss, ich war ein schwerer Fall!),
von denen habe ich einen auf ein Holzstäbchen gesteckt und in der "Landschaft" versenkt.

Nun nur noch ein paar winzige Sterne drumherum verteilt, eine Kerze ins Likörglas gestellt....fertig ist die schnelle Weihnachts/Winterdeko!



Die Anleitungen für die Betonhäuser und die Betonsterne findet Ihr *hier* und *hier*.



Viele Dinge, die ich Euch eigentlich im Dezember noch hatte zeigen wollen.....Süsskram-Rezepte zum Beispiel....werden nun wohl von mir in den Januar geschoben werden müssen....ich hoffe, Ihr seid dann nicht alle auf Diät! ;-))



Am Heiligabend arbeite ich noch bis Mittags, dann kehrt auch bei mir hoffentlich wieder etwas mehr Ruhe ein, wobei auch das neue Jahr gleich zu Beginn einige spannende Überraschungen für unsere Familie bereithält.




Nun wünsche ich Euch allen ein schönes Weihnachtsfest, geniesst die Zeit mit Euren Familien und Freunden und lasst Euch nicht stressen!



Eure
Smilla



Sunday, December 7, 2014

ich war artig! ;-)

so muss es gewesen sein, ganz bestimmt!
denn ich habe ein so süsses Nikolaus-Päckchen bekommen!

An dieser Stelle erstmal herzlichen Dank an Nicole, die wieder einmal die Organisation des Nikolaus-Wichtelns übernommen hat! Danke, dass Du Dir die viele Arbeit gemacht hast.




Quasi auf den letzten Drücker hatte ich mich noch angemeldet und so konnte ich nun gestern endlich mein Päckchen auspacken.



Beschenkt wurde ich von *Sandy*, deren Blog "Stopfentrudel" ich vorher noch gar nicht kannte.
Toll, wenn man auf diesem Wege auch noch neue Freunde und Blogs findet ;-)




Alles war ganz liebevoll verpackt, in wunderschönem Sternen-Papier.

Zum Vorschein kamen:
ein tolles, grosses Holzwindlicht, das sofort zu meiner Deko im Eingangsbereich gewandert ist...




Ein kleines Sternen-Glaswindlicht, dass nun meinen Schrank am Esstisch verschönert....

eine leckere Schokolade, die "irgendwie" ganz schnell verschwunden war, nachdem sie es gerade noch auf die Bilder geschafft hatte...




ein süsses Holzherz, dass Sandys Mann selbst gesägt hat!
und eine ganz lieb geschriebene Karte, die auch als Adventskalender genutzt werden kann.




Danke liebe Sandy, Du hast meinen Geschmack voll getroffen und ich freue mich so sehr über die schönen Dinge!




Nun hoffe ich, dass Dir der Inhalt des von mir verschickten Päckchens ebenso gut gefällt und wünsche Euch einen schönen Rest-Sonntag!

Eure 
Smilla




Monday, December 1, 2014

Lecker: Schneeballschlacht mal anders!

Zuerst einmal möchte ich Euch sagen, dass ich durchaus noch da bin ;-) und mich auch wieder sehr über all die tollen Kommentare und Mails zu meinem letzten Post  (*Fake-Emaille-Schilder*) gefreut habe.
Immer wieder wurde ich hier nun schon gefragt, woher ich denn nur die Zeit nehme für all die Dinge, die ich so veranstalte....und genau DA liegt im Moment mein Knackpunkt:
Der Weihnachtswahnsinn, der in einer Buchhandlung in der Vorweihnachtszeit nunmal herrscht, hat mich bereits fest in der Hand und das ist auch gut so, denn es macht mir so viel Spass.
Allerdings bedeutet das eben auch, dass es hier in den nächsten Wochen nicht mehr ganz so regelmässig etwas zu lesen geben wird,mehr als einmal die Woche ist nicht drin.
Und ich schaffe es auch meist nicht, bei Euch zu stöbern....geschweige denn zu kommentieren oder Mails zu beantworten.
Ich hoffe, Ihr verzeiht mir das....ab Januar bin ich wieder mit vollem Elan dabei ;-)

nun aber zur heutigen Leckerei:




diese Schneebälle wirft man nicht weit...
...meist legen sie nur die kurze Strecke von der Hand in den Mund zurück ;-)


Ich hatte Euch ja *hier* schon gezeigt, wie man Eierlikör ganz easy selber machen kann....und Euch versprochen, auch noch leckere Rezepte für Naschwerk mit Eierliköranteil nachzuliefern....
In einem meiner Weihnachtsbücher bin ich nun auf folgendes Rezept gestossen...und es funktioniert natürlich auch mit gekauftem Likör!




Ihr braucht für ca. 50 Schneebälle:

-> 100 g Butter
-> 400 g weiße Kuvertüre
-> 160 ml Eierlikör
-> 4 Päckchen Vanilllin-Zucker
-> 100 g Kokosraspel




Zuerst gebt Ihr die Butter in eine Rührschüssel...sie sollte Zimmertemperatur haben.
Dann wird die Kuvertüre im Wasserbad geschmolzen.
Zu der Butter geben, Vanillezucker und Eierlikör hinzufügen und mit dem Handrührgerät aufschlagen.

Das Ganze muss nun im Kühlschrank mindestens eine Stunde fester werden.
Danach nochmal kräftig aufschlagen und wieder für eine Stunde kühlen.




Kokosraspeln auf einen Teller schütten.
Jetzt nehmt Ihr Euch am besten mit einem Teelöffel einen Klecks der Masse und rollt ihn zwischen den Handflächen kurz (!) zu einer Kugel. Die Kugeln gleich in den Kokosraspeln wälzen und am besten erstmal in ein flaches Gefäss setzen und wieder ab in den Kühlschrank.
Durch die Wärme der Hände werden die Kugeln schnell weich und brauchen hinterher eine kleine Abkühlung.




Die Dinger sind mehr als nur eine Sünde wert und zergehen auf der Zunge wie....ähem...wie Schnee. Nunja...eine Poetin wird wohl nie aus mir werden ;-)




Nett verpackt geben die süssen Schneekugeln auch ein ganz besonders leckeres Geschenk ab.




So....die wenigen Schneebälle, die das Fotoshooting überlebt haben....komisch, die meisten waren hinterher irgendwie "weg"...vermutlich geschmolzen....wandern nun zusammen mit Wein, selbstgemachter Pasta und selbstgemachtem Pesto (Rezept *hier*) als kleiner Nachtisch in eine leckere Geschenkekiste, über die sich der Beschenkte hoffentlich freuen wird.




So...ich hoffe, Ihr geniesst den Tag...ich bin dann mal beim Sport....Schneebälle abarbeiten ;-))
Nee....schön wär´s....ich geh jetzt arbeiten!

Eure
Smilla

verlinkt mit:
*creadienstag*

Monday, November 24, 2014

DIY: Fake Emaille-Schilder

Zuerst einmal Danke für Eure tollen Antworten zum Thema
*Schubladen-Denken*....da waren ganz neue Denkanstösse für mich dabei!

Auch ein herzliches Willkommen an meine neuen Leser, nehmt Platz und fühlt Euch wohl ;-)

nun aber zum heutigen Thema...



Kennt Ihr diese tollen, alten Emailleschilder mit Zahlen drauf?
Ich fand die immer schon klasse, bin aber bisher auf keinem Flohmarkt oder sonstwo fündig geworden....oder sie waren so unverschämt teuer, dass ich dann doch nicht zugeschlagen habe.

Letztens ist mir wieder eingefallen, dass ich vor einigen Jahren (lange bevor ich überhaupt an einen eigenen Blog gedacht habe) mal im Internet - ich glaub, es war bei YouTube - eine Anleitung gesehen hatte, wie man solche Schilder "nachmachen" kann.
Den Link finde ich leider nicht mehr, aber ich hatte mir ungefähr gemerkt, wie es geht und es jetzt endlich mal ausprobiert.
Ein herzliches Danke an die unbekannte YouTuberin!




Ihr braucht:
-> blanko Hundemarken 
-> Zange
-> feines Schleifpapier
-> weisse Sprühfarbe
-> Bleistift
-> schwarzer Edding
-> transparentes Embossing-Pulver
-> Pfanne und Backpapier




Die Hundemarken habe ich im Internet bestellt, bei einem grossen Auktionshaus. Die müsst Ihr nun von der Aufhängung befreien, das geht mit einer Zange ganz einfach.

Nun reibt Ihr jede Plakette von beiden Seiten ein paarmal kräftig über Euer Schleifpapier, damit die Farbe auf der glatten Oberfläche besser haftet.




Für das Lackieren habe ich nun die Plaketten mittels eines Knetgummi-Kügelchens auf einen Pappkarton "geklebt".
Das verhindert das Festkleben der Hundemarken und erleichtert das Besprühen des Randes.
Die Marken nun mit der weissen Lackfarbe einsprühen...am besten draussen.

Gut durchtrocknen lassen.




Nun habe ich mir ein Textdokument mit einigen Zahlen und Buchstaben in meiner Wunsch-Schrift erstellt und ausgedruckt.
Wichtig ist, dass Ihr die Zahlen/Buchstaben spiegelverkehrt ausdruckt oder gleich eine entsprechende Spiegelschrift nutzt.

Jetzt eines der Metallplättchen unter das Blatt schieben (die gedruckte Seite liegt UNTEN) und genau mittig positionieren. Da das Blatt etwas durchscheinend ist, geht das ganz einfach.
Mit dem Bleistift auf der Rückseite des Blattes mehrmals kräftig über die Zahl malen.
Wenn Ihr das richtig gemacht habt, hat sich etwas von der Druckerfarbe übertragen und die Zahl ist nun auf Eurem Plättchen gut zu sehen.
Funktioniert glaub ich nur mit einem Tintenstrahldrucker, nicht mit Laser....




Jetzt mit einem wasserfesten Marker die Umrisse nachmalen und ausfüllen.
Wenn Ihr eine ruhigere Hand habt als ich, sieht das bestimmt auch viel besser aus als hier ;-)




Jetzt kommt das Embossingpulver ins Spiel.
Dieses Pulver ist eigentlich für tolle Effekte auf Papier gedacht, die Kartenbastlerinnen unter Euch kennen es sicher.

Legt eine Bratpfanne mit Backpapier aus, darauf kommen die beschrifteten Marken. Nun verteilt Ihr das Embossing-Pulver auf jeder Marke, etwa einen halben Teelöffel pro Stück.
Nehmt nicht zuviel, sonst läuft beim Schmelzverfahren zuviel daneben.
Nicht, dass mir das schon passiert wäre....neeeeiiinnn niemals.
Also besser etwas weniger als auf dem oberen Bild zu sehen ist...war mein erster Versuch....
auf dem nächsten Bild sehr Ihr etwa die richtige Menge.




Jetzt die Pfanne erhitzen....unbedingt dabei stehen bleiben, denn es geht jetzt ganz schnell.
Sobald Ihr seht, dass das Granulat anfängt zu schmelzen genau aufpassen, wenn nur noch vereinzelt kleine Krümel in der Masse zu sehen sind, die Pfanne von der Hitze nehmen.
Der Rest schmilzt dann noch durch die Gesamtwärme.
Das Ganze nun abkühlen lassen...danach evtl überstehende Reste vom Rand der Plakette abkratzen/abschneiden...das geht aber nur, wenn es wirklich nur kleine überstehende Reste sind...also denkt an meinen Rat bezüglich der Granulatmenge auf Eurem Plättchen.

Eine Schnur durchfädeln.....und schon ist Eure Fake-Emaille-Marke fertig!




Das Embossingpulver verleiht den Dingern diesen leicht gewölbten 3D-Effekt und einen tollen Glanz.




Klar...die echten, alten....Emaille-Schildchen,die mit den kleinen Abplatzern sind natürlich schöner....aber ich finde, die selbstgemachten können sich durchaus sehen lassen und verschönern so manche Kerze, Glas oder Korb.




Ich finde sie mit Nummern drauf am Schönsten, aber auch mit Buchstaben/Initialien gefallen sie mir gut. Habe jetzt entdeckt, dass es die Hundemarken auch in rechteckig gibt....ich glaub, ich mach bald noch einen Schwung ;-)



Ich möchte Euch auch noch danken:
nach dem Post mit den *Beton-Sternen* habe ich so viele liebe Mails bekommen, die mich ganz glücklich gemacht haben, denn sie enthielten eine Menge Komplimente für meinen Blog.
Mir ist echt das Herz aufgegangen...da weiss man dann doch, dass sich der ganze Aufwand hier lohnt.




Es gab auch einige (viele) Kaufanfragen....leider habe ich momentan mit einer Entzündung in der Schulter zu kämpfen (und ausserdem gaaanz viel Arbeit in der Buchhandlung), deshalb kann ich diese Wünsche leider nicht erfüllen.
Aber ich freue mich über jede Zuschrift und jeden Kommentar immer sehr!



Ich wünsche Euch einen wundervollen Dienstag,
Eure
Smilla




verlinkt mit:
*Creadienstag*

Friday, November 21, 2014

Schubladen-Denken

Heute bin ich endlich mal wieder beim *Samtstagskaffee* dabei....

und als ich so mein neues, komplett im Originalzustand belassenes Sperrmüll-Lieblingsteil einräumen wollte (naja, eigentlich hat es die Firma meines Mannes ausrangiert) und diese wunderbaren Schubladen auszog, in die so unheimlich viel reingeht....da ging mir plötzlich so einiges durch den Kopf.



Gedanken an einem nebligen Morgen....bei einer Tasse Milchkaffee:

Schubladen-Denken...kennt Ihr das auch?




in unserer Gesellschaft landet man viel zu schnell in einer Schublade:
Araber? zack...Fundamentalist! 
Springerstiefel?...ab in die Rechts-Schublade!
hübsche Blondine?....ganz klar in die Kiste mit den arroganten Zicken!




Gut, das ist vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber im grossen und ganzen läuft es doch tatsächlich so ab und lässt sich auf ganz viele Beispiele ausweiten.


Und nun würd ich gern den Zeigefinger erheben und ganz wichtig sagen 
"hört alle auf damit, Ihr seid ganz schrecklich gemein!"
Aber: leider muss ich gestehen, dass ich selbst auch so ein Schubladen-Denker bin!

Ja, ich schäme mich.....aber ich will ehrlich zu Euch sein:
Menschen, die ich neu kennenlerne, landen bei mir ganz fix in den entsprechenden Schubkästen....da reicht manchmal eine unbedachte Äusserung.....eine Geste......oder sogar das Aussehen....und schon hab ich sie fein säuberlich einsortiert in mein System. 
Ich kann gar nix dagegen tun, es passiert einfach!




Und ist man erstmal in einer Schublade verstaut, ist es gar nicht so leicht, da wieder herauszukommen....oder gar die Kategorie zu wechseln....
Ich bin durchaus in der Lage, meine Meinung über jemanden zu  revidieren, wenn ich ihn oder sie näher kennenlerne...nur manchmal gebe ich demjenigen vielleicht gar keine Chance mehr dazu...eben weil ich ihn schon vorher kategorisiert habe.

Damit tut man vielen Menschen Unrecht....und das ärgert mich!




Vor allem, weil ich im beruflichen Bereich keinerlei Probleme habe, diese Marotte abzustellen. 
Nie würde ich einen Kunden nach seinem Lesegeschmack beurteilen.
Ob jemand nun eine Liebesschnulze, einen Horrorfetzen oder einen Erotikroman bei mir kauft.....top gestylt oder in Arbeitsklamotten auftaucht....es beeinflusst meine Sicht auf den Menschen nicht.

Warum kann ich das also im beruflichen "abstellen", aber im privaten Bereich schaffe ich es nicht, allen Menschen erst einmal vorurteilsfrei zu begegnen?




Ich bin mir ganz sicher, es geht vielen so...nur wer gibt das schon gern zu?
Wo wir doch alle so offen und tolerant sein wollen...

Warum gelingt es uns nicht, den gedachten Satz
 "ui, die ist sicher arrogant"
 in ein
 "mal sehen, vielleicht wirkt sie auf den ersten Blick nur so" 
umzuwandeln?
Muss man alles und jeden kategorisieren?
Man möchte doch auch nicht, dass über einen selbst so vorschnell geurteilt wird.
***
Ich jedenfalls nehme mir nun vor, offener und vorurteilsfreier auf die Menschen, die neu in mein Leben treten zuzugehen....mir ein dickes Scheibchen von meinem Berufs-Ich abzuschneiden...
deshalb ist das letzte Foto auch KEIN Schubladenbild ;-)

Was meint Ihr, kann das klappen?




macht es Euch gemütlich an diesem nebligen Tag!
Eure
Smilla